Viele LeserInnen wissen Bescheid: Die Verwaltung veräußert um die vier Hektar Wald südlich der Sportzone, damit dieser als Weinanbaufläche von Bauern gekauft und bearbeitet wird. Bereits nach den ersten Verlautbarungen zu diesem Projekt waren wir skeptisch. Der Bürgermeister und seine Referenten versuchten uns von der absoluten Notwendigkeit dieser Transaktion für die Existenz von Jungbauern zu überzeugen. Selbst wenn dem so wäre, sollte man sich eine solche Umwidmung überlegen. Wir vermuteten aber schon anfangs, dass es im konkreten Fall hauptsächlich um die Auffüllung der leeren Gemeindekasse geht. Als wir dann über den Ausgang der Ausschreibung informiert wurden, bestätigte sich unsere Vermutung. Es wurden weniger Angebote als Ausschreibungslose eingereicht, die Bieter sind zum Teil nicht hauptberufliche Landwirte und der angebotene Preis lag unter dem erwarteten. Jetzt wird ein zweiter Anlauf genommen, in der Hoffnung ein paar Bauern oder andere Berufsgruppen dazuzugewinnen und vor allem ein paar Euro mehr einzunehmen. Landschaftlich gibt es nichts gegen landwirtschaftlich genutzte Flächen in Bannzonen einzuwenden, allerdings unter der Voraussetzung, dass der Bedarf gegeben ist. Dass für diese Geldspekulation aber ein schützenswerter Wald gerodet wird, ist unserer Meinung nach falsch! Wir interpretieren diese Aktion als Eingeständnis der Verwaltung, Fehlentscheidungen bei den Investitionen getroffen zu haben.
Irene Hell-Heidi Egger-Harald Weis BACK
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