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13/12/09

Was hat Kaltern mit Kopenhagen zu tun?

Sehr viel! Jetzt sollen und müssen wir alle an einem Strang ziehen, auch hier in der globalisierten Provinz. Nicht mehr nur „grüne Spinner“ prognostizieren verheerende Naturkatastrophen, sondern auch an die 200 Staatsmänner und -frauen fordern beim Klimagipfel in Kopenhagen die alten und neuen Industrieländer auf, umzudenken und konkrete Maßnahmen zur Rettung unseres Planeten zu ergreifen. Aus Überzeugung fordern wir schon seit Jahren von der Mehrheit der Kalterer Volksvertreter einen sensibleren Umgang mit der Natur, dem Wald, dem See, der Landschaft. Allerdings mit wenig Erfolg. Es haben immer noch die kurzfristig Kasse machenden Lobbys das Sagen: Zubauten am Seeufer, geschlossene Höfe inmitten von Bannzonen, Spekulationsbauten in den Fraktionen sind immer noch auf der Tagesordnung der Entscheidungsträger.
Die Kirchen der Weltreligionen haben die Zeitzeichen erkannt und fordern ein Umdenken jedes Einzelnen. Ein besonderes Glockenläuten am vergangenen Sonntag war ein klares Zeichen dafür. Auch auf Gemeindeebene muss die Politik jetzt Nägel mit Köpfen machen und den Kopf aus dem Sand ziehen.
Einige Beispiele: Die Forderung nach der Überetscherbahn muss mit mehr Nachdruck verfolgt, der schleichenden Versandung des Sees muss entschieden entgegengewirkt und den Waldrodungen ein Riegel vorgeschoben werden.
 

Irene Hell, Heidi Egger, Harald Weis

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